Virtuelle Inbetriebnahme

Finden Sie jeden Softwarefehler,
bevor die Maschine existiert

Verbinden Sie Ihre echten SPS-Programme und Ihren Robotercode mit einer vollständigen 3D-Simulation — und lassen Sie sie laufen, bis jeder Fehler gefunden und behoben ist. Bevor vor Ort eine einzige Schraube angezogen wird.

50–70%
weniger physische Inbetriebnahmezeit vor Ort
Zero
Software-Ausfälle beim Go-live in abgeschlossenen VIBN-Projekten
OPC UA
TwinCAT, PLC Sim, Offline-Programmierung — alle wichtigen Protokolle unterstützt

Warum Software-Fehler beim Go-live so teuer sind

Wenn eine neue Produktionszelle oder ein Automatisierungssystem installiert wird, beginnt die Inbetriebnahme: Ingenieure verbinden die Steuerungssoftware und fahren die Maschine zum ersten Mal. In den meisten Projekten weicht hier die Realität vom Entwurf ab — und die Fehler treten auf.

Softwarefehler in dieser Phase sind teuer, wie es Simulationsfehler nicht sind. Spezialisierte Ingenieure sind zu Tagessätzen vor Ort. Die Maschinenzeit liegt auf dem kritischen Pfad. Jede Stunde Fehlersuche ist eine Stunde verzögerter Produktionsstart. In komplexen Systemen sind in Wochen gemessene Überschreitungen der Inbetriebnahme Routine — und vollständig vermeidbar.

Die Kernidee: SPS-Code und Roboterprogramme lassen sich mit einem Simulationsmodell verbinden und gegen eine virtuelle Maschine laufen, bevor die physische existiert. Jeder in der Simulation gefundene Fehler ist in Minuten behoben. Derselbe Fehler in der Fertigung kostet Tage.

Was virtuelle Inbetriebnahme tatsächlich umfasst

Virtuelle Inbetriebnahme ist keine Simulation der Steuerungslogik — es ist die echte Steuerungslogik, die gegen eine simulierte Maschine läuft. SPS-Programm, HMI-Logik und Roboterprogramme sind exakt derselbe Code, der auf dem realen System laufen wird. Der einzige Unterschied: Die E/A-Signale werden mit einem Visual-Components-3D-Modell statt mit physischer Hardware ausgetauscht.

Das bedeutet: Jede Timing-Abhängigkeit, jeder Sensorauslöser, jeder Not-Halt, jede Verriegelungsbedingung lässt sich testen — ohne dass das physische System vorhanden ist. Das Simulationsmodell bildet das mechanische Verhalten der Maschine detailgetreu genug ab, um alle Logikfehler in der Software aufzudecken.

1

3D-Modellaufbau

Wir bauen ein Visual-Components-Modell der Maschine oder Zelle — Kinematik, Sensoren, Aktoren, Förderer und alle physischen Komponenten, mit denen die SPS kommunizieren muss. CAD-Daten des Maschinenlieferanten sind der Ausgangspunkt.

2

Anbindung des Steuerungssystems

Wir verbinden das Modell über das passende Protokoll mit der echten Steuerungssoftware: OPC UA für herstellerneutrale Integration, TwinCAT ADS für Beckhoff-Systeme, Siemens PLC Sim Advanced oder direktes Hardware-in-the-Loop für echte SPS-Hardware.

3

Systematische Testdurchführung

Jede Sequenz, jeder Modus, jede Sicherheitsbedingung und jeder Grenzfall wird systematisch getestet. Fehler werden protokolliert, vom Softwareteam behoben und erneut getestet — im selben Ablauf wie jeder Software-QA-Zyklus, aber ohne Zeit vor Ort.

4

Validierter Code für die Baustelle

Die SPS- und Roboterprogramme, die vor Ort gehen, wurden bereits Hunderte virtuelle Stunden ausgeführt. Die physische Inbetriebnahme wird zu Ausrichtung, Feinabstimmung und Abnahmetest — nicht zur Fehlersuche.

Was Sie am Ende erhalten

50–70%
kürzere physische Inbetriebnahme — Ingenieure vor Ort für die Ausrichtung, nicht für die Fehlersuche
100%
der Logiksequenzen vor dem Vor-Ort-Einsatz getestet — inklusive Fehlerfälle und Grenzfälle
Reusable
3D-Modell für künftige Anpassungen, Schulungen und Offline-Programmierung

Lieferumfang: das validierte Visual-Components-Modell, ein Testprotokoll mit jedem getesteten Szenario und dessen Ergebnis, die verifizierten SPS-/Roboterprogrammdateien und optionale Offline-Programmierausgaben (aus der Simulation erzeugte Roboter-Teachpunkte).

Klassisch vs. virtuelle Inbetriebnahme

PhaseMit virtueller InbetriebnahmeKlassisches Vorgehen
FehlererkennungIn der Simulation — Tage vor dem EinsatzVor Ort — Ingenieure zum Tagessatz
Behebungs- und Retest-ZyklusMinuten in der SimulationStunden oder Tage vor Ort
Grenzfall- & FehlertestsSystematisch in der SimulationOft übersprungen — zu riskant/teuer
Dauer der physischen Inbetriebnahme50–70 % kürzerVolle Dauer — Software + Mechanik
Risiko für Maschine / ProduktNull — alles in der SimulationReales Schadensrisiko durch Softwarefehler
Ergebnis nach dem ProjektWiederverwendbares 3D-Modell + Offline-ProgrammeKein wiederverwendbares Ergebnis

Tools & technology

Unsere virtuelle Inbetriebnahme nutzt Visual Components — den Industriestandard für 3D-Simulation in der Fertigung, für den SimulateFirst zertifizierter Partner ist. Visual Components bietet native Anbindung für OPC UA, TwinCAT ADS, Siemens PLC Sim Advanced und unterstützt Hardware-in-the-Loop über echte SPS-Hardware, die mit der Simulation verbunden ist.

Für die Roboter-Offline-Programmierung erzeugt die Simulation verifizierte Roboterprogramme (RAPID, KRL, LS, URScript), die sich direkt auf die Robotersteuerung laden lassen — ohne manuelles Teachen der Roboterpositionen vor Ort.

Visual ComponentsOPC UATwinCAT / Beckhoff ADSSiemens PLC Sim AdvancedOffline robot programmingHIL (hardware-in-the-loop)
Passende Beispiele

So sieht es in der Praxis aus

Automotive welding cell virtual commissioning PLC validation

Schweißzelle Automobilindustrie — SPS-Validierung vor dem Go-live

Visual Components · Automotive
Assembly cell OPC UA Beckhoff TwinCAT virtual commissioning

Montagezelle — OPC-UA-Anbindung an Beckhoff TwinCAT

Visual Components · Manufacturing
Robot cell offline programming Visual Components

Roboterzelle — Offline-Programmierung mit Positionsexport

Visual Components · Robotics
Fallstudie

Schweißzelle Automobilindustrie:
60 % kürzere Inbetriebnahme — keine Softwareprobleme beim Go-live

Virtual commissioning of automotive welding robot cell in Visual Components
Automobilindustrie · Visual Components · OPC UA

Schweißzelle Automobilindustrie — virtuelle Inbetriebnahme vor der Installation

Ein Systemintegrator, der einem Tier-1-Automobilzulieferer eine Schweißzelle lieferte, stand unter engem Installationszeitplan ohne Spielraum für Fehlersuche vor Ort. SimulateFirst erstellte ein Visual-Components-Modell der Zelle und verband es über das ADS-Protokoll mit dem echten Beckhoff-TwinCAT-SPS-Programm.

Jede Produktionssequenz, jede Roboterübergabe, jede Sicherheitsverriegelung und jeder Fehlerbehebungsmodus wurde über vier Wochen systematisch in der virtuellen Umgebung getestet. Elf Logikfehler wurden gefunden und korrigiert, bevor das physische System montiert wurde.

Physische Inbetriebnahme 60 % schneller als geplant abgeschlossen
Keine softwarebedingten Probleme vor Ort entdeckt
11 Logikfehler während der virtuellen Inbetriebnahme gefunden und behoben
Roboter-Teachpunkte offline erzeugt — kein manuelles Teachen vor Ort nötig
Alle Beispiele ansehen →
FAQ

Häufige Fragen zur virtuellen Inbetriebnahme

Virtuelle Inbetriebnahme verbindet echte Steuerungssoftware — SPS-Programme, Robotercode, HMI-Logik — mit einer 3D-Simulation des physischen Systems und führt sie gegen die virtuelle Maschine aus, bevor die echte existiert. Jeder Fehler, der normalerweise in der Fertigung entdeckt wird, wird in der Simulation gefunden und behoben — das verkürzt die physische Inbetriebnahme drastisch und eliminiert das Go-live-Risiko.
Wir arbeiten mit allen wichtigen Industrieprotokollen: OPC UA für herstellerneutrale Anbindung, TwinCAT ADS für Beckhoff-Systeme, Siemens PLC Sim Advanced und Hardware-in-the-Loop für echte SPS-Hardware. Bei Robotern unterstützen wir ABB, KUKA, Fanuc, Universal Robots und weitere über die Visual-Components-Offline-Programmierung.
Die physische Inbetriebnahmezeit wird typischerweise um 50–70 % reduziert, wenn zuvor eine virtuelle Inbetriebnahme durchgeführt wurde. Die verbleibende Zeit vor Ort umfasst mechanische Ausrichtung, Feinabstimmung und Abnahmetests — keine Softwarefehlersuche. Die genaue Ersparnis hängt von der Softwarekomplexität ab, der Trend ist aber projektübergreifend konsistent.
CAD-Daten sind der ideale Ausgangspunkt und beschleunigen den Modellaufbau erheblich. Wir können aber auch mit 2D-Zeichnungen, Datenblättern oder sogar Fotos vorhandener Maschinen arbeiten — besonders bei einfacheren Zellen. Für die virtuelle Inbetriebnahme zählt die Detailtreue von mechanischem Verhalten und Sensorpositionen, nicht die optische Ausgestaltung.
Ja — vollständig. SPS-Programm und CAD-Daten werden digital geteilt, und die Simulation läuft auf unseren Systemen. Ingenieure prüfen die Testergebnisse per Bildschirmfreigabe oder aufgezeichneten Videos der laufenden virtuellen Maschine. Wir haben VIBN-Projekte für Kunden in ganz Europa und den USA ohne jeden Vor-Ort-Besuch abgeschlossen.
Das Modell gehört vollständig Ihnen. Es lässt sich für Bedienerschulungen vor dem Go-live, künftige Layoutänderungen, Programmieranpassungen bei Aktualisierung der Zelle und Vertriebsdemos nutzen. Viele Kunden verwenden das Modell noch Jahre nach dem ursprünglichen Projekt, um die Kosten künftiger Änderungen zu senken.
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Eliminieren Sie Ihr Inbetriebnahme-Risiko

Erzählen Sie uns von Ihrem Automatisierungsprojekt — Maschinentyp, SPS-Plattform, Zeitrahmen und was eine überzogene Inbetriebnahme kosten würde. Wir sagen Ihnen, was virtuelle Inbetriebnahme realistisch leisten kann.

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